Chancengleichheit am SFB 1671

Gleichstellung und Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen

Der Sonderforschungsbereich verfolgt das Ziel der Geschlechterparität auf allen Karrierestufen. In den Geisteswissenschaften müssen vor allem Frauen in Führungspositionen gefördert werden. Das Verbundvorhaben hat auf der Ebene der Teilprojektleitungen einen Frauenanteil von rund 42 Prozent (13 der insgesamt 31 Teilprojektleiter*innen sind Frauen), der langfristig gesteigert werden soll.

Der Vorstand weist einen Frauenanteil von 100 Prozent auf und Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen sind mit rund 57 Prozent vertreten (4 von 7). Durch die eigene Maßnahme, das Sprecherinnenbudget beinahe komplett für die Anstellung eines weiblichen Postdoc (TVL E 13, 100 Prozent) einzusetzen, wird der Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen zusätzlich Rechnung getragen.

Der Sonderforschungsbereich bietet in Absprache mit UNIFY eigene Coaching- und Beratungsangebote für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen an (Karriereorientierung, Empowerment, Kollegiales Coaching), entwickelt interne Mentoring-Programme und organisiert Vernetzungsveranstaltungen. Eine Mitarbeiterin des SFB ist Vertrauenslotsin, sie ist an das System zum professionellen Umgang bei Konflikten und Fehlverhalten von UNIFY gekoppelt ist und entsprechend geschult. 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

Familiengerechte Arbeitsplätze für Eltern und pflegende Angehörige können durch die enge Kooperation mit dem „Service für Familien“ der Unit for Family, Diversity & Equality gewährleistet werden. Dazu gehört neben der Bereitstellung von KidsBoxen und der optionalen Anmietung von Eltern-Kind-Büros die Berücksichtigung von familienfreundlichen Zeiten für Meetings und Sitzungen. Zudem steht den Mitarbeiter*innen nach Absprache die reguläre oder vorübergehende Telearbeit offen, die der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zuträglich sein kann. Die Finanzierung von Heimarbeitsplätzen kann unterstützt werden. Der Verbund finanziert darüber hinaus zusätzliche Hilfskräfte zur Entlastung bei familiären Verpflichtungen. Er bietet seinen Mitarbeiter*innen in Absprache mit UNIFY auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Workshops und Coachings (z. B. für Eltern oder zum Thema Care-Arbeit und Mental Load) an.

Diversität und Antidiskriminierung

Der Verbund legt Wert auf ein hohes Maß an Diversität. Der Sonderforschungsbereich hat bei der Auswahl der Teilprojektleiter*innen und der Einladung von Mercator Fellows und Gästen bereits auf eine vielfältige Konstellation geachtet, die auch bei der aktiven Rekrutierung von Mitarbeiter*innen (mithilfe von diversitätsfreundlichen Formulierungen in Stellenausschreibungen und Anti-Bias-Schulungen) und neuen Teilprojektleiter*innen für die zweite Förderperiode sowie der zentralen Mittelvergabe berücksichtigt werden sollen. Zudem gilt es zu Beginn der ersten Förderperiode die Bedarfe der genannten Gruppen zu ermitteln, um gezielter unterstützen zu können.

Diversitätsfreundlichkeit soll auch in der täglichen Arbeitskultur praktiziert werden durch die erfolgte Ernennung einer Ombudsperson, die an das Konfliktmanagement von UNIFY angebunden ist, Sensibilisierung aller Mitarbeitenden und insbesondere auch der Führungspersonen durch Interkulturelle Trainings und Diversity-Trainings, das Sichtbarmachen von Diversität mithilfe von Aktionstagen oder Role Model-Beiträgen und speziellen Weiterbildungsangebote für einzelne Gruppen (Kurse zu Karrieremöglichkeiten im deutschen Wissenschaftsbetrieb für internationale Wissenschaftler*innen, Networking für Bildungsaufsteiger*innen, Mentoring-Tandems usw.). 

Der Verbund bemüht sich um Barrierefreiheit in Gebäuden und bei digitalen Anwendungen. Nicht zuletzt wird in einzelnen Teilprojekten zu Gender- und Diversitätsthemen geforscht, u. a. zu Frauenbewegungen (Teilprojekte A07, B02, B07), Vermittlungsgegenständen für Kinder (Teilprojekt C02), der Kunst psychisch Erkrankter (Teilprojekt C06), Migration (Teilprojekte B02,70 B04, B06, C02, C04) oder sozialer Ungleichheit (Teilprojekt B05). Darüber hinaus reflektieren alle Teilprojektleitende die Relevanz von Geschlecht und / oder Vielfältigkeit. Thematisch einschlägige Workshops und Lehrveranstaltungen können aus der Chancengleichheitspauschale finanziell unterstützt werden.